Martin-Luther-Kirche Moordorf

Moordorf ist der größte Ortsteil der Gemeinde Südbrookmerland im Landkreis Aurich. Die Geschichte des Ortes ist die von der problematischen Moorkolonie zum modernen Wohn- und Geschäftszentrum. Im Jahr 1767 begann die Besiedlung mit der Kultivierung der Landschaft durch Kolonisten. Sie stand zunächst unter keinem guten Stern. Das Leben der Urkolonisten war vor allem von Armut geprägt. Inzwischen ist Moordorf ein lebhaft-geschäftiger Ort mit 6.436 Einwohnern (Stand: 2008).

 

Die Martin-Luther-Kirche wurde am 19. November 1893 eingeweiht. Ihr Bau im neuromanischen Stil war nicht zuletzt dank eines „großzügigen Gnadengeschenkes“ von Kaiser Wilhelm II. möglich geworden. Die Kirche hatte zunächst lediglich einen Dachreiter mit Glocke. Im Jahr 1908 wurde schließlich der Turm angebaut. Ihren Namen erhielt sie erst im Jahr 2005. Charakteristisch für den Innenraum sind die farbenfrohe Ornamentik und die Spruchbänder mit Bibelversen an den Wänden, sowie das kunstvolle Inventar wie Altar, Kanzel, Taufstein und Orgel. Die Kirche steht in einem reizvollen Ensemble aus Friedhof, Pfarr- und Gemeindehaus.

 

Die Kirchengemeinde hat 5.000 Mitglieder, das heißt drei von vier Bürgerinnen und Bürgern Moordorfs sind evangelisch-lutherischer Konfession. Sie ist in zwei Pfarrbezirke unterteilt, die jeweils von einer Pfarrstelle in vollem Umfang versehen werden.